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Praxisprojekt mit STAR FM

Echte Aufgabe, echter Kunde: Designstudierende der Klasse GPW 23 entwickelten in einem Praxisprojekt mit Star FM frische Kampagnenideen, visuelle Konzepte sowie Social-Media-Strategien und präsentierten ihre Ergebnisse direkt vor dem Sender.

Praxisprojekt mit Star FM: Wie Studierende Radio für die Gen Z neu denken

 

Wie begeistert man die Gen Z für Radio? Wie kann ein Radiosender eine Generation erreichen, die mit Streaming, Social Media und permanentem Content aufgewachsen ist?

 

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Studierenden der Klasse GPW 23 in einem Praxisprojekt mit dem Berliner Rocksender Star FM. Im Rahmen ihrer Ausbildung entwickelten sie neue Kommunikationsideen, Designs und Social-Media-Strategien, um die Generation Z stärker für das Medium Radio zu begeistern. Die Ergebnisse präsentierten sie vor Vertreter*innen des Senders sowie ihren Lehrkräften.

 

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie reale Partner aus der Medienbranche in die Ausbildung an der BEST-Sabel Designschule eingebunden werden und wie Studierende dabei an echten Aufgaben wachsen.

 

Die Herausforderung: Radio für eine neue Generation denken

Die Ausgangsfrage des Projekts war klar formuliert:
Wie kann ein Radiosender mit eher älterer Hörerschaft für die Gen Z relevant bleiben bzw. werden?

Die Studierenden analysierten zunächst die Herausforderungen des Senders. Dazu gehörten unter anderem:

  • eine geringe Präsenz bei jüngeren Zielgruppen
  • kaum sichtbare Aktivität auf Social Media
  • ein begrenzter visueller Auftritt der Marke
  • Veränderungen im Programm, etwa durch Moderationswechsel
  • Auf dieser Basis entwickelten die Teams neue Ansätze für Kommunikation und Design.

„Unsere Aufgabe war es, einen Radiosender mit eher aussterbendem Publikum für die Gen Z attraktiver zu machen“, erklären die Studierenden.

 

Neue Bildwelt, neue Tonalität

Ein Schwerpunkt der Arbeiten lag auf dem visuellen Erscheinungsbild. Die Studierenden entwickelten illustrative Kampagnen für Print und digitale Kanäle, etwa für Plakate, Großflächen oder Social-Media-Visuals.

 

Die Designs setzten bewusst auf eine raue, junge und DIY-inspirierte Bildsprache: Cut-outs, Rock-Illustrationen, Gitarren, Kopfhörer und typische Handzeichen der Szene.

 

Auch die Tonalität wurde neu gedacht.

„Unsere Slogans sollten laut, direkt und ironisch sein – selbstbewusst und manchmal auch ein bisschen provokant.“

 

Neben klassischen Kampagnenideen entstanden auch Konzepte für eine stärkere Präsenz auf Plattformen wie Instagram und TikTok.

„Wenn wir morgen etwas umsetzen könnten, dann wäre es ein eigener TikTok-Account für den Sender.“

Lernen wie im echten Berufsalltag

Besonders wertvoll war für die Studierenden der direkte Austausch mit einem realen Auftraggeber. Zwischenpräsentationen und Feedbackrunden gehörten ebenso zum Projekt wie die finale Präsentation der Ergebnisse.

 

Dabei zeigte sich auch eine typische Herausforderung aus dem Berufsalltag.

„Wir schlagen bewusst viele Varianten vor und versuchen, unsere Favoriten geschickt hervorzuheben. Wenn der Kunde sich am Ende für eine andere Idee entscheidet, gehört das einfach zum Job.“

 

Die Arbeit an einem realen Projekt sorgte gleichzeitig für eine andere Dynamik als reine Übungsaufgaben.

„Man trägt mehr Verantwortung und die Motivation ist automatisch höher.“

 

Frische Perspektiven für den Praxispartner

Auch beim Projektpartner kam das Ergebnis sehr gut an. Besonders beeindruckt zeigte sich das Team von der Vielfalt der Ansätze.

„Der Output war enorm. So viele gute Ideen, Ansätze und Gestaltungen… wir sind überwältigt. Damit hätten wir nicht gerechnet.“

 

Die Zusammenarbeit eröffnete zudem neue Perspektiven auf die eigene Marke.

„Unsere Gedankenwelt wurde geöffnet. Wir hängen natürlich an unseren alten Styleguide-Regeln. Durch die Arbeiten der Studierenden wurden diese Denkmuster aufgebrochen.“

 

Einige der Ideen könnten sogar in Zukunft weiterverfolgt werden.

„Das war erst der Anfang – wir wollen definitiv an einzelnen Ansätzen weiterarbeiten.“

Ein Tipp der Gen Z an die Radiobranche

Die Studierenden nahmen aus dem Projekt auch klare Erkenntnisse mit, wie Radiosender jüngere Zielgruppen erreichen können.

 

Eine davon betrifft den Umgang mit digitalen Inhalten.

„Verlasst euch nicht ausschließlich auf KI-generierte Inhalte. Das wirkt schnell zu glatt.“

 

Mindestens genauso wichtig sei eine aktive Präsenz auf den Plattformen der Zielgruppe.

„Seid mutiger und flexibler – und vor allem aktiver auf Social Media.“

 

Praxisprojekte als zentraler Teil der Ausbildung

Projekte mit realen Partnern sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung bei uns an der Designschule. Sie ermöglichen es den Studierenden, Arbeitsprozesse aus der Kreativbranche realistisch zu erleben – von der Analyse über Konzeptentwicklung bis zur Präsentation vor Auftraggebern.

 

Das Projekt mit Star FM zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll dieser Austausch ist: Studierende gewinnen praktische Erfahrung, während Unternehmen neue Perspektiven auf ihre Marke erhalten.

 

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig:

„Wir fühlen uns nicht nur verstanden und abgeholt, sondern auch inspiriert“, lautete das Fazit des Senders.

 

Und auch für die Studierenden bleibt das Projekt in Erinnerung:

„Ein richtig gutes Projekt, das Spaß gemacht hat – und bei dem wir gesehen haben, dass unsere Ideen wirklich relevant sein können.“

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